DBB Bundesfrauenvertretung fordert verbindliche Ziele für Frauenquote

22. Dez 2011

In den Verwaltungen seien nicht marktwirtschaftliche Aspekte, sondern politische Entscheidungen wegweisend. „Die Personalstruktur ist streng hierarchisch angelegt und setzt auf langfristige und verlässliche Karriereperspektiven“, so Wildfeuer. „Mit Blick auf die Personalauswahl ist eine flexible Quotenreglung ein gewisser Freibrief für die Politik, da die Schaffung von Planstellen und deren Besetzung in ein und derselben Hand liegen.“

Wildfeuer wies in diesem Zusammenhang außerdem auf die für den öffentlichen Dienst charakteristische Beförderungspraxis hin. „Führungspositionen sind nur zu erreichen, wenn über viele Jahre hinweg gute dienstliche Beurteilungen vorliegen. Eine flexible Quote könnte hier sogar kontraproduktiv wirken und aktuelle positive Entwicklungen bremsen. Denn immer mehr junge gut ausgebildete Frauen im öffent-lichen Dienst nehmen bereits bei ihrem Einstieg Kurs auf eine Führungsposition. Deshalb macht auch im öffentlichen Dienst nur eine klare gesetzliche Quotenregelung Sinn, die mit positiven Anreizen für Vorgesetzte, aber auch mit Sanktionen bei der Verfehlung der Zielvorgaben verknüpft ist.“


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