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Chancengerechtigkeit – Frauen in der Teilzeitfalle? Fachtagung der DBB NRW frauenvertretung am 6. Oktober 2011

Chancengerechtigkeit – Frauen in der Teilzeitfalle?

„Ein bisschen Arbeit, ein bisschen Familie - davon träumen Frauen. Dafür setzen sie ihre Karriere aufs Spiel. Denn in der deutschen Teilzeit-Realität steigt man nicht auf, und wer schon oben war, steigt in Teilzeit oft ab“ schrieb die Frankfurter Allgemeine im Mai 2010.

Ein bisschen Arbeit und ein bisschen Familie ist in aller Regel eine Entscheidung gegen die Karriere.

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat ausgerechnet, dass sich jede zweite Frau gegen Vollzeit entscheidet. In den letzten zwanzig Jahren stieg der Anteil der Frauen, die in Teilzeit beschäftigt sind, von 31 auf 52 Prozent (Männer von 4 auf 17 Prozent). Wer jedoch als Führungskraft arbeiten will bleibt als Teilzeitkraft ein Randphänomen und dann zumeist reine Frauensache. Laut IAB reduzierten gerade einmal 2 Prozent der männlichen Führungskräfte ihre Arbeitszeit.

Frau Prof. Dr. Jutta Allmendinger

Chancengerechtigkeit – Frauen in der Teilzeitfalle? dieser Frage geht die frauenvertretung des DBB NRW in ihrer fünften Fachtagung nach.
Die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung, Frau Prof. Dr. Jutta Allmendinger (Bild) versucht zunächst eine Antwort auf die Fragestellung „Chefsessel oder Vorzimmer? Barrieren für Frauen auf dem Arbeitsmarkt“ zu geben, bevor sich in einer Podiumsdiskussion NRW-Ministerin Barbara Steffens mit der Vorsitzenden der DBB NRW Frauenvertretung, Andrea Sauer-Schnieber, dem Ministerialdirigent im NRW-Finanzministerium, Werner Brommund, dem Journalisten und Buchautor Thomas Gesterkamp und Doris Hess vom Institut für angewandte Sozialwissenschaft mit der Chancengerechtigkeit von Teilzeitfrauen beschäftigen.