Einkommensrunde 2017: „Der öffentliche Dienst ist kein Billigdiscounter!“

Roland Staude findet klare Worte auf Kundgebung des DBB in Düsseldorf

09. Februar 2017
  • Demonstrationszug des DBB; Quelle: Lothar Drechsel

Der dbb beamtenbund und tarifunion sowie der DBB NRW hatten heute (09.02.) zum landesweiten Warnstreik und zu einer Protestveranstaltung in Düsseldorf aufgerufen. Bei der Auftaktkundgebung machte Roland Staude als Vorsitzender des Deutschen Beamtenbundes Nordrhein-Westfalen deutlich, dass der öffentliche Dienst kein Billigdiscounter sei.

 

„Wir haben erheblichen Nachholbedarf bei den Einkommen“, zitierte Roland Staude Martin Schulz aus der WAZ, und forderte die NRW-Landesregierung auf, bei einem Jahresüberschuss von 217 Mio Euro ein deutliches Signal im Sinne Ihres Kanzlerkandidaten nach Potsdam zu senden.

 

Der DBB Landesvorsitzende von NRW knüpfte klare Bedingung an jede Tarifeinigung: „Die Landesbeschäftigten dürfen weder von der allgemeinen Einkommensentwicklung, noch von der bei Bund und Kommunen abgekoppelt werden. Angesichts der demographischen Entwicklung brauchen wir auch beim Land eine wettbewerbsfähige Bezahlung für Arbeitnehmer und Beamte, sonst laufen uns die ‚besten Köpfe‘ weg aus NRW, auch darum geht es nächste Woche in Potsdam.“

 

Auf der Abschlusskundgebung sagte der dbb Verhandlungsführer Willi Russ vor rund 7.000 Landesbeschäftigten vor dem nordrhein-westfälischen Landtag in Düsseldorf, dass die Kolleginnen und Kollegen im Landesdienst mit Recht ein Stück vom Kuchen abhaben wollen.

 

Die Kundgebung in Düsseldorf sendete ein starkes Signal der Entschlossenheit an die Arbeitgeber, gerade rechtzeitig vor der anstehenden dritten – und entscheidenden - Verhandlungsrunde am 16. Februar 2017 in Potsdam.

Ein ausführlicher Bericht über die Protestveranstaltung im nächsten DBB NRW Magazin.


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