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dbb Münster

"Wie sieht die Zukunft der Schule aus?" - Friedensschule Münster veranstaltete eine Podiumsdiskussion

  • Bilder (2): dbb Münster
15. Februar 2020

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„Die Zukunft der Schule“, so lautete das Motto einer Podiumsdiskussion, die die Schüler der Friedensschule Münster am 12.02.2020 veranstalteten. Die Frage wie die Schule der Zukunft aussehen solle, wurde von den eingeladenen Podiumsteilnehmern sehr unterschiedlich beantwortet. Gäste waren:

·       Meik Bruns, Bezirksvorsitzender des Philologen-Verbands Münster

·       Dr. Matthias Burchardt, Dozent für Bildungsphilosophie, Universität zu Köln

·       Prof. Dr. Christian Fischer, Professor für Pädagogik an der Universität Münster

·       Ralph Fleischhauer, Ministerium für Schule und Bildung des Landes NRW

·       Dr. Nils Jostmann, Dozent für Sozialpsychologie, Universität Amsterdam

·       Dr. William Middendorf, Leiter der Abteilung Schule und Erziehung des Bistums Münster

·       Margret Rasfeld, ehem. Schulleiterin und Mitbegründerin der Initiative "Schule im Aufbruch", Berlin

Frau Rasfeld forderte die Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems. Die Hauptschule böte den Schülern keine Zukunftschancen. Ihr pädagogisches Konzept sei geleitet und getragen von der Wertschätzung der Vielfalt in der Gemeinsamkeit. Rasfeld wünschte sich auf dem Podium eine an den aktuellen Bedürfnissen und Erfordernissen ausgerichtete Schule, die die Kreativität und das kritische Bewusstsein der Schüler fördere.

Dr. Burchardt forderte andere Lehrpläne und die Vermittlung anderer Kompetenzen. Junge Menschen sollten lernen, wie sie Unternehmen gründen, Informationen bewerten und mit der Digitalisierung umgehen. Zudem verwies er auf die lange Tradition der humanistischen Bildung. Gleichzeitig forderte er die Abschaffung der PISA-Leistungstests.

Herr Bruns machte deutlich, dass ein leistungsgerechtes Schulsystem nur dann funktioniert, wenn es mehrgliedrig ist. Die Schüler seien vielfältig und die Schule sollte es auch sein. Bruns warb für das Gymnasium. „Die gymnasiale Bildung umfasst mehr als reine Ausbildung. Die Erziehung zur Mündigkeit Jugendlicher steht dabei im Mittelpunkt, weniger die Vermittlung reine Anwendungskompetenzen wie zum Beispiel das Ausfüllen eines Mietvertrages. Der Lehrer muss mehr sein als ein reiner Lernbegleiter. Er hat durch eine natürliche Autorität und Vorbildfunktion dafür zu sorgen, dass Jugendlichen auch Grenzen gesetzt werden. Daran wachsen Heranwachsende", sagte Bruns.

Einig waren sich die Podiumsteilnehmer aber in zwei Punkten:  Die Schule ist ein Lernort, der intakt sein muss. Das bedeutet, dass die Schulen in einem guten baulichen Zustand und richtig ausgestattet sein müssen. Und alle Schulformen müssen über ausreichend Lehrkräfte verfügen.

Im Anhang finden Sie weitere Berichte der Westfälischen Nachrichten, der Zeitung des Bistums Münster „Kirche und Leben“ und der Homepage der Friedensschule Münster.

 

Hintergrundinformation:

Die Friedensschule Münster wurde vor 50 Jahren als erste Gesamtschule in der Trägerschaft des katholischen Bistums Münster gegründet. Im Rahmen des Schuljubiläums hat die Schule eine Vielzahl an Veranstaltungen angeboten. Die Podiumsdiskussion wurde von den Schülerinnen und Schülern des 13. Jahrgangs organisiert. Link: www.friedensschule.de 

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