Jubiläumsveranstaltung zum NRW-Landesgeburtstag

CDU-Landtagsfraktion erinnerte an ihren 1. Vorsitzenden

19. Mai 2026

150 Jahre Konrad Adenauer. 80 Jahre Nordrhein-Westfalen – zwei markante Jubiläen, die untrennbar miteinander verbunden sind. Während Konrad Adenauer als erster Bundeskanzler weltweit bekannt wurde, geriet sein Wirken als Landespolitiker in Nordrhein-Westfalen in den Hintergrund.

Dabei spielte gerade seine Tätigkeit im Beratenden Provinzialrat, im ernannten Landtag und schließlich als Fraktionsvorsitzender der CDU im ersten gewählten Landtag eine zentrale Rolle beim politischen Wiederaufbau nach 1945. Gemeinsam mit der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. lud die CDU-Fraktion auch Vertreter des DBB NRW zu einem abendlichen Symposium mit dem kenntnisreichen Vortrag von Prof. Dr. Hans Walter Hütter in den Landtag, der tief in die Archive eingestiegen ist und auch noch 80 Jahren so manche Überraschung entdeckte. 

Grußworte sprachen Thorsten Schick, Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion, und Nathanael Liminski, NRW-Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten. Das Schlusswort sprach Dr. Ulrike Hospes von der Konrad-Adenauer-Stiftung. Den Hauptvortrag hielt Prof. Dr. Hans Walter Hütter, Historiker und von 2007 bis 2021 Präsident der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.

Die Phase des Neubeginns war geprägt von Unsicherheit, Improvisation und enormen Erwartungen. Adenauer gehörte zu jenen Persönlichkeiten, die bereit waren, ihre Erfahrung in den Dienst der jungen Demokratie zu stellen. Seine Mitarbeit an den frühen politischen Strukturen in Nordrhein-Westfalen war u.a. Grundlage für seine spätere Wahl in den Parlamentarischen Rat, wo er sich 1948 maßgeblich in die Debatten um die neue staatliche Ordnung einbrachte. Schließlich setzte er von 1949 bis 1963 als erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland entscheidende Wegmarken, um Deutschland in die westliche Wertegemeinschaft einzugliedern und durch die Einführung der Sozialen Marktwirtschaft Aufbau und Wohlstand zu ermöglichen.

Diese weitgehend übersehene landespolitische Zeit Adenauers ist ein wesentlicher Baustein seiner politischen Biografie – und zugleich ein Spiegel jener Generation, die Verantwortung übernahm, um parlamentarische Kultur neu zu begründen.