DBB Stadtverband mit Veranstaltung zum 80. Geburtstag

Düsseldorf feiert 80 Jahre als NRW-Landeshauptstadt

07. Oktober 2026

Warum wurde Düsseldorf die Landeshauptstadt des bevölkerungsreichsten Bundeslandes der jungen BRD? Auf diese und weitere Fragen ging der Gastredner Dr. Guido Hitze in einem sehr interessanten und lebendigen Vortrag ein. Lars Smuda, Vorsitzender des DBB Stadtverbandes Düsseldorf, freute sich, die Teilnehmer/innen – darunter auch der Beigeordnete des Landeshauptstadt Olaf Wagner - am 30.10.2026 zu der Veranstaltung in der DBB NRW Landesgeschäftsstelle in Düsseldorf begrüßen zu können.

Smuda eröffnete die Veranstaltung „Düsseldorf feiert 80 Jahre als Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen“. 80 Jahre, das sei ein stolzes Alter, wobei man dies der Stadt nicht wirklich ansehe, so Smuda. „Und wahrscheinlich würde Düsseldorf selbst sagen: 80 Jahre Landeshauptstadt – das ist kein Alter, das ist Erfahrung.“

Eine Stadt lebe von den Menschen, die sie jeden Tag gestalten. Denn wenn über einen funktionierenden Staat gesprochen werde, werde manchmal vergessen, wer diesen Staat eigentlich jeden Tag „am Laufen hält“. Lars Smuda: „Es sind die Kolleginnen und Kollegen in den Verwaltungen. Es sind Beschäftigte bei Feuerwehr und Rettungsdiensten, in Schulen, bei Polizei und Justiz, in sozialen Einrichtungen, in technischen Bereichen und in vielen weiteren Diensten. Kurz gesagt: Der öffentliche Dienst ist dort, wo das Leben stattfindet.“ 

Denn auch nach 80 Jahren gilt: Eine Landeshauptstadt kann noch so modern sein – ohne die Menschen, die morgens ihre Bürotüren öffnen, Fahrzeuge besetzen, Kinder unterrichten, Anträge bearbeiten, Sicherheit gewährleisten oder Bürgerinnen und Bürger beraten, funktioniert sie nicht.

Und genau deshalb gehört für den DBB Stadtverband zu diesem Jubiläum nicht nur der Blick zurück. Sondern: Wie soll unsere Landeshauptstadt in den kommenden Jahrzehnten aussehen? Wie begegnen wir dem Fachkräftemangel? Und wie erhalten wir das Vertrauen der Menschen in unsere staatlichen und kommunalen Institutionen? Diese und viele weitere Fragen können Politik, Verwaltung und Gewerkschaften nur gemeinsam beantworten. 

Deshalb hatte der DBB Düsseldorf Vertreterinnen und Vertreter dieser unterschiedlichen Bereiche zu der Veranstaltung eingeladen. Darunter auch die SPD-Fraktionsvorsitzende im Düsseldorfer Rat Sabrina Proschmann.

Danach hielt der Historiker und Politologe sowie Leiter des Instituts für Landeszeitgeschichte Nordrhein-Westfalen an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Dr. Guido Hitze seine Rede zu „80 Jahre Landeshauptstadt“ und lüftete letztlich das Geheimnis, warum Düsseldorf ausgewählt worden ist. 

Danach sei das ausschlagende Argument gegenüber Köln und Münster die Zerstörung der Innenstädte 1945 gewesen. Gegenüber Köln (95 % der Innenstadt waren zerstört) ist Düsseldorf „nur“ zu 60 % zerstört gewesen.

Im Anschluss wurde dann diskutiert und nicht nur über die Vergangenheit, sondern auch über Gegenwart und Zukunft von Düsseldorf gesprochen.