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Keine Verschiebung der Einkommensrunde 2020

Mangelnde Gesprächsbereitschaft der Arbeitgeber

19. Juni 2020

Gerade die vergangenen Monate haben gezeigt, wie leistungsfähig und vor allem systemrelevant der Öffentliche Dienst ist. Geht es nach den kommunalen Arbeitgebern, soll sich die Wertschätzung dafür jedoch offensichtlich auf „Klatschen“ und „warme Worte“ beschränken. Denn trotz der angespannten Lage rund um die Corona-Pandemie ist die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) nicht bereit über eine Verschiebung der Einkommensrunde zu sprechen.

„Der Zeitplan für die Einkommensrunde 2020 von Bund und Kommunen wurde vor der Pandemie festgelegt. Die Entwicklungen rund um Corona haben einmal mehr die Einsatzbereitschaft und Flexibilität der Beschäftigten im Öffentlichen Dienst gezeigt. Eine solch flexible Reaktion hätten wir in der aktuellen Situation auch von der kommunalen Arbeitgeberseite erwartet. Ein alternatives Vorgehen hat die VKA jedoch abgelehnt. Stattdessen hält man starr am ursprünglichen Plan fest“, zeigt sich Andreas Hemsing, Vorsitzender der Landestarifkommission des DBB NRW sowie stellv. Vorsitzender der Bundestarifkommission,  enttäuscht.

Entsprechend bleibt dem Deutschen Beamtenbund und Tarifunion keine Wahl, außer den Tarifvertrag Bund und Kommunen zum 31. August 2020 zu kündigen. Die Forderungsfindung ist für Ende August geplant. Die Arbeitgeber können sich darauf einstellen, dass diese zwar mit Augenmaß aufgestellt werden, aber dennoch einen deutlichen Beitrag der Wertschätzung für die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst beinhalten werden.

„Der Applaus von den Balkonen ist verhallt, die Wertschätzungsparolen der kommunalen Arbeitgeber haben sich schon weit vor der Einkommensrunde als Sonntagsreden erwiesen. Für uns ist nach wie vor klar: Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst sind systemrelevant. Das muss nicht nur in den Köpfen hängen bleiben, sondern sich endlich auch in attraktiven Einkommens- und Arbeitsbedingungen wiederfinden. Mit dieser klaren Haltung gehen wir in die Verhandlungen“, so Andreas Hemsing.