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Öffentliche Veranstaltung des DBB NRW Gewerkschaftstags 2019

Der Öffentliche Dienst der Zukunft

21. Mai 2019

Mehr als 550 Gäste waren der Einladung des Deutschen Beamtenbundes Nordrhein-Westfalen (DBB NRW) zur Öffentlichen Veranstaltung des Gewerkschaftstages gefolgt, darunter auch zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der Landesregierung, des Landtags und des Europaparlaments. Unter dem Motto „Die Zukunft ist Jetzt“ standen sowohl das Thema Digitalisierung als auch eine dringend notwendige Attraktivitätsoffensive für den Öffentlichen Dienst im Fokus der Veranstaltung.

 

Nach der Eröffnung und Begrüßung durch den DBB NRW Landesvorsitzenden Roland Staude, richteten zunächst Ministerpräsident Armin Laschet und der dbb Bundesvorsitzende Ulrich Silberbach in einer Ansprache das Wort an die anwesenden Gäste. Im Anschluss führte der Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie, Prof. Dr. Andreas Pinkwart, mit einem Impulsvortrag in das Themenfeld Digitalisierung ein, bevor die Moderatorin Steffi Neu in einer Talkrunde mit den Vertretern der Landtagsfraktionen sowie der 2. DBB NRW Landesvorsitzenden Jutta Endrusch näher auf das Thema einging.  

Digitalisierung ist eines der Kernthemen, welche sich durch den Gewerkschaftstag des DBB NRW ziehen und ihre Dringlichkeit finden sich im Motto „Die Zukunft ist Jetzt“ deutlich wieder: „Häufig lässt sich der Eindruck gewinnen, es handele sich bei der Digitalisierung um etwas, das auf uns zukommt“, erklärte Roland Staude, 1. Vorsitzender des DBB NRW im Rahmen seiner Eröffnungsrede. „Dabei befinden wir uns bereits mitten im Prozess – und zwar in einem Prozess, dessen durchgreifende Veränderungen durchaus mit den Auswirkungen der Industrialisierung vergleichbar sind.“ Er betonte, dass dieser Prozess sowohl Chancen als auch Risiken beinhaltet, sowohl für Bürgerinnen und Bürger als auch für Beschäftigte. Die Sorgen der Beteiligten reichen von Datensicherheit über permanente Kontrolle bis hin zum Arbeitsplatzverlust. „Umso wichtiger ist es, alle Beteiligten mit einzubeziehen – insbesondere die Beschäftigten und die Personalvertretungen“, führte Roland Staude weiter aus.

Doch das Motto „Die Zukunft ist Jetzt“ bezieht sich nicht nur auf die Digitalisierung, auch beim Fachkräftemangel handelt es sich um ein vermeintliches Zukunftsthema, dessen Auswirkungen jedoch bereits heute ganz deutlich zu spüren sind. Tausende Stellen können heute schon nicht besetzt werden und in den nächsten zehn Jahren werden rund ein Drittel der Beschäftigten im Öffentlichen Dienst – also etwa 1,2 Millionen Beschäftigte – aus dem aktiven Dienst ausscheiden. Um diese Stellen tatsächlich besetzen zu können, ist eine Attraktivitätsoffensive dringend geboten. Dazu gehört neben einer angemessenen Bezahlung vor allem die Reduzierung der Wochenarbeitszeit. Nordrhein-Westfalen hat für seine Beamtinnen und Beamte mit 41 Stunden eine der höchsten Wochenarbeitszeiten in Deutschland. „Gerade junge Menschen legen heutzutage immer stärker den Fokus auf eine ausgeglichene Work-Life-Balance und eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Für sie ist eine Wochenarbeitszeit von 41 Stunden kein gutes Argument, sich für den Öffentlichen Dienst zu entscheiden“, so Roland Staude. Aber auch bei anderen Themen, wie leistungsgerechten Karriere- und Aufstiegsmöglichkeit oder dem Gesundheitsmanagement muss sich der Öffentliche Dienst bewegen und attraktiver werden. Nur so kann er bestehende Fachkräfte halten und neue gewinnen. Positiv bewertete der DBB NRW Vorsitzende in diesem Zusammenhang die Zusage der Landesregierung, zeitnah Gespräche über Möglichkeiten der Attraktivitätssteigerung im Öffentlichen Dienst zu führen.  

Auch Ministerpräsident Armin Laschet sprach über die Bedeutung der Digitalisierung: „Die Digitalisierung ist die Herausforderung der Zukunft. Sie hat die Verwaltung bereits voll erfasst – damit auch die Beamtinnen und Beamten, die Beschäftigen im öffentlichen Dienst – und wird die Arbeit auch in Zukunft enorm verändern. Unser Ziel muss es sein, dass eine reibungslose und sichere Kommunikation über Internetportale und Apps eine Selbstverständlichkeit und keine Ausnahme mehr sind.“ Außerdem bedankte sich der Ministerpräsident bei den Beschäftigten im öffentlichen Dienst: „Ich bin dankbar für den Einsatz unserer Beamtinnen und Beamten, aller Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Sie sind es, die unsere Verwaltung für unsere Bürgerinnen und Bürger stark machen und ihr ein Gesicht geben.“

Die Bedeutsamkeit der Veranstaltung wurde auch durch die rege Teilnahme von Vertreterinnen und Vertretern der Landesregierung sowie der Parlamente deutlich. Neben Ministerpräsident Armin Laschet und Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie, haben auch der Minister der Justiz, Peter Biesenbach, der dbb Bundesvorsitzende Ulrich Silberbach sowie für die CDU-Landtagsfraktion Dr. Marcus Optendrenk, Arne Moritz und Jörg Blöming, für die SPD-Landtagsfraktion Christina Kampmann, für die FDP-Landtagsfraktion Ralf Witzel, für die Landtagsfraktion Bündnis 90 / Die GRÜNEN Matti Bolte-Richter.

Die gesamte Pressemitteilung finden Sie hier.

 

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