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Gedenkveranstaltung für die Opfer des Holocaust und der NS-Diktatur

Mit abfälligen Bemerkungen fing es an

28. Januar 2026

Die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz jährte sich am Dienstag, 27. Januar 2026, zum 81. Mal. Der Jahrestag der Befreiung ist der nationale Gedenktag für alle Opfer des Nationalsozialismus und zugleich internationaler Holocaust-Gedenktag. Die Landeshauptstadt Düsseldorf hatte am 27. Januar zusammen mit der Mahn- und Gedenkstätte zu einer Kranzniederlegung am Deportations-Mahnmal an der Ecke Toulouser Allee/Marc-Chagall-Straße geladen, um den Opfern der NS-Diktatur zu gedenken. Hier waren auch Vertreter des DBB NRW zugegen.

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller, Christof Rasche, Vizepräsident des Landtags, Dr. Daniela Lesmeister, Staatssekretärin im Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen, sowie Dr. Oded Horowitz, Vorstandsvorsitzender Jüdische Gemeinde Düsseldorf K.d.ö.R., legten Kränze nieder. Der Kantor der Jüdischen Gemeinde, Aaron Malinsky, sang das hebräische Trauergebet "El male rachamim".

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: "Diskriminierung, Ausgrenzung und Hass beginnen in den Köpfen der Menschen, in ihrer Sprache, im Hausflur und am Arbeitsplatz, im Stadtviertel und in der vertrauten Heimat. Genau hier liegt unsere heutige Verantwortung: Die Geschichte lehrt uns, Judenhass überall zu erkennen, zu benennen und ihn zu ächten."

Wolfgang Rolshoven, der Beauftragte zur Bekämpfung von Antisemitimus und zur Förderung jüdischen Lebens in Düsseldorf: "Auschwitz steht für den tiefsten Abgrund menschlicher Zivilisation. Dass jüdisches Leben heute – auch in Düsseldorf – wieder Angst erfahren muss, ist beschämend und alarmierend. Der 27. Januar erinnert uns daran, dass Gedenken ohne Konsequenzen hohl bleibt: Wir haben die Pflicht, jüdisches Leben zu schützen und Antisemitismus zu bekämpfen."

Am Abend fand zudem im Düsseldorfer Maxhaus die Gedenkveranstaltung "Den Opfern eine Stimme leihen. Lebensgeschichten von verfolgten Düsseldorfern 1933 bis 1945" statt. Zwar waren die meisten Verfolgten des NS-Regimes jüdische Menschen, doch betraf die nationalsozialistische Verfolgung auch viele andere: politisch Andersdenkende, unangepasste Menschen, Obdachlose oder queere Personen, psychisch Kranke oder Menschen mit Behinderungen sowie Männer und Frauen, die aus ganz unterschiedlichen Gründen in das Räderwerk der nationalsozialistischen Verfolgungs- und Vernichtungsmaschinerie gerieten, wie zum Beispiel auch unangepasste Jugendliche der “Swing-Jugend” oder der “Edelweiß-Piraten”. Im Rahmen dieser Abendveranstaltung verliehen Düsseldorferinnen und Düsseldorfer den damaligen Opfern ihre Stimme. Anhand ausgewählter Lebensgeschichten und persönlicher Zeugnisse wurden ihre Schicksale greifbar.

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