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Zukunft des Öffentlichen Dienstes

Neue Formen der Arbeit

16. April 2026

Flexibilisierung, Digitalisierung, Künstliche Intelligenz: die Berufswelt verändert sich tiefgreifend, auch im Öffentlichen Dienst. Die Studie „Neue Formen der Arbeit“ im Auftrag des Landes betrachtet Megatrends der modernen Arbeitswelt sowie deren Auswirkungen auf Beschäftigte. NRW-Arbeitsminister Laumann hat die Studie kürzlich in Düsseldorf vorgestellt.

„Unsere Arbeitswelt ist nicht statisch, sondern seit jeher im Wandel. Das ist nichts Neues, wohl aber neu ist die Geschwindigkeit, mit der Veränderung vonstattengeht“, so Arbeitsminister Laumann. „Wir müssen wissen, worauf es ankommt, damit Beschäftigte und Betriebe die Chancen der neuen Arbeitswelt nutzen können. Die vorliegende Studie gibt genau hierüber einen Überblick und bietet eine fundierte Grundlage, um Arbeit unter veränderten Bedingungen verlässlich zu gestalten.“

Auch für die Arbeitswelt des Öffentlichen Dienstes werden Veränderungen unausweichlich sein. Folgende zentrale Ergebnisse der Studie sind daher relevant:

  • Veränderungen der Arbeitswelt werden maßgeblich geprägt durch Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Flexibilisierung.
  • Die kommenden Entwicklungen bieten viele Chancen, aber auch Herausforderungen. Ein Schlüssel ist, dass sich Beschäftigte flexibel auf die neuen Herausforderungen einlassen und der Wandel dadurch aktiv gestaltet werden kann.
  • Qualifizierung und die Einbindung von Beschäftigten sind zentrale Voraussetzung dafür, neue Arbeitsformen in der Praxis umzusetzen. Weiterbildung bringt einen strategischen Vorteil, wenn es gelingt, sie für alle Qualifikationsstufen umzusetzen.
  • Mobile Arbeit hat sich für viele Berufsgruppen etabliert und bietet Beschäftigten ein hohes Maß an Flexibilität, zugleich aber auch ein zeitliches Entgrenzungsrisiko sowie die Gefahr sozialer Isolation. Klare (betriebliche) Spielregeln, die gemeinsam entwickelt werden müssen, sind nötig.
  • Bestimmte Arbeitsverhältnisse und -bereiche sind mit besonderen Risiken behaftet und müssen im Wandel gezielt in den Blick genommen werden, dazu zählen Soloselbstständigkeit insbesondere Plattformarbeit und projektbezogene (Mit-) Arbeit, quasi die „Amerikanisierung“ beruflicher Betätigung durch Kombination verschiedener Teilzeit-Jobs mit privatunternehmerischen Tätigkeiten.

In der praktischen Umsetzung zeigt sich dabei ganz deutlich: Der Erfolg von Transformation hängt entscheidend davon ab, dass die Beschäftigten von Anfang an einbezogen werden. Auszubildende und Beschäftigte sind wichtige Innovationstreiber in jedem Unternehmen, aber auch in den Verwaltungen in Stadt und Land. Sie wissen oft am besten, wo Verbesserungspotenziale bestehen. Die Beteiligung der Beschäftigten bei Veränderungsprozessen ist deshalb zentral, und zwar nicht nur, um dieses Wissen für das Unternehmen zu heben, sondern auch, um Akzeptanz für Veränderungen zu schaffen. Das gilt letztlich auch für den Öffentlichen Dienst.

„Damit die Beteiligung in einer sich wandelnden Arbeitswelt verlässlich gelingt, braucht es klare und bewährte Strukturen in Betrieben. Genau dafür stehen Mitbestimmung und Sozialpartnerschaft. Sie sind kein Relikt aus der Vergangenheit, sondern zentrale Instrumente, mit denen Veränderungen der Arbeitswelt gemeinsam und verlässlich gestaltet werden können – gerade im Zeitalter von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz“, so Minister Laumann.

Hintergrundinformationen

Die Studie „Neue Formen der Arbeit – Explorative Studie zu den Megatrends der modernen Arbeitswelt und ihrer Auswirkungen auf Beschäftigte“ wurde 2023 durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales in Auftrag gegeben. Auswertung und Analysen des Forschungsinstituts Prognos basieren auf quantitativen Daten des Mikrozensus, branchenspezifischen Auswertungen, qualitativen Erhebungen sowie auf der Einbindung von Sozialpartnern, Arbeitgebern und weiteren Akteuren aus der Praxis sowie arbeitswissenschaftlicher Expertise.

Die Studie steht im Internet zum Download bereit!

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