Landesweiter Warnstreik und Großdemonstration am 10. Februar in Düsseldorf
Wir lassen uns nicht veräppeln!
Foto: DBB NRW | Marcus Michel Aktionsplakat des DBB NRW zur Einkommensrunde 2026
Gemeinsam rufen die nordrhein-westfälischen DGB-Gewerkschaften sowie der DBB NRW mit dem dbb beamtenbund und tarifunion im Rahmen der laufenden Auseinandersetzung mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) zu einem landesweiten Warnstreik auf. Am 10. Februar 2026 kommen Streikende aus Schulen, Unikliniken, der Polizei, Behörden, Justiz und weiteren Teilen der Landesverwaltung in Düsseldorf zu einer Großdemonstration zusammen.
Damit erhöhen die Gewerkschaften vor der dritten Verhandlungsrunde (ab dem 11. Februar) in Potsdam den Druck auf die Arbeitgeberseite, ihre Blockadehaltung aufzugeben und mit einem echten Angebot an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Auf der gemeinsamen Großkundgebung vor dem NRW-Landtag werden Frank Werneke, Vorsitzender ver.di, sowie Volker Geyer, Bundesvorsitzender des dbb beamtenbund und tarifunion als Redner erwartet.
Roland Staude, 1. Vorsitzender des DBB NRW: „Ohne konkurrenzfähige Bezahlung verlieren wir die Menschen, die unser Gemeinwesen am Laufen halten. Gute Arbeitsbedingungen sind kein Luxus. Sie sind elementare Voraussetzung für funktionierende Sicherheit und Infrastruktur, Schulen, Kliniken, Finanz- und Justizverwaltungen. Hier steht die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) in der Verantwortung. Öffentliche Daseinsvorsorge gibt es nicht mit Beschäftigten am Limit, sondern nur mit einer hohen Motivation durch Respekt und gute Entlohnung.“
Veranstaltungsdetails: Dienstag, 10. Februar 2026
Ab 11 Uhr:
- Auftaktkundgebung des DBB NRW mit dbb beamtenbund und tarifunion in der Jägerhofstraße neben dem Finanzministerium.
Ab 12 Uhr:
- Start der Demonstrationszüge, Vereinigung der Demonstrationszüge Höhe Graf-Adolf-Platz
Ab 13 Uhr:
- Gemeinsame Großkundgebung vor dem Landtag auf der Landtagswiese. Es sprechen
Frank Werneke, Vorsitzender ver.di und Volker Geyer, dbb Bundesvorsitzender
Forderungen der gewerkschaftlichen Verhandlungsführer im Einzelnen:
- Gute Arbeit verdient eine gute Bezahlung: 7 Prozent, mindestens 300 Euro mehr.
- Arbeit zu Zeiten, die besondere Flexibilität verlangen oder auch einfach besonders erschöpfend sind, wie Nachtarbeit, verdient einen Ausgleich: Erhöhung der Zeitzuschläge um 20 Prozentpunkte.
- Die Zukunft des öffentlichen Dienstes seid Ihr und sind vor allem die zukünftigen Beschäftigten: 200 Euro mehr für Auszubildende, Studierende und Praktikantinnen und Praktikanten sowie die unbefristete Übernahme bei erfolgreich abgeschlossener Ausbildung.
- Die Laufzeit soll 12 Monate betragen.
Zudem setzen sich die gewerkschaftlichen Spitzenorganisationen in NRW für eine zeit- und wirkungsgleiche Übertragung auf die Beamtinnen und Beamten sowie Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger der Länder und Kommunen ein.
Die Streikaufruf des dbb findet Ihr hier.



