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Lebensbegleitendes Lernen

Berufliche Weiterbildung als Schlüsselfaktor

Der beruflichen Weiterbildung kommt angesichts der dynamischen Entwicklung einer modernen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft eine Schlüsselrolle zu. Das in Schule, Hochschule oder Ausbildung vermittelte Wissen sowie die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten müssen nach Ansicht des dbb kontinuierlich ergänzt und angepasst werden.

Durch Fort- und Weiterbildungen sollen die bereits erworbenen Qualifikationen erhalten, erweitert, der technischen und bildungspolitischen Entwicklung angepasst oder so ausgebaut werden, dass ein beruflicher Aufstieg möglich wird. Fort- und Weiterbildung sind stärker zu fördern, um mit dem rasanten Tempo neuer Entwicklungen wie Heterogenität und Diversität sowie zunehmender Digitalisierung Schritt zu halten. Die entsprechenden Angebote sind vorrangig in der Dienstzeit (Arbeitszeit) anzubieten.

Hierfür braucht es ein wesentlich größeres Maß an Flexibilisierung bei den Fort- und Weiterbildungsangeboten. Erforderlich sind Modularisierung und weniger Präsenzzeiten am Stück – auch durch den Einsatz von Blended Learning, bei dem die Vorteile von Präsenzveranstaltungen und E-Learning kombiniert werden. Die Plattformen der Aus- und Weiterbildung sind stärker zu verzahnen.

Die Ausbildung in den anerkannten Ausbildungsberufen muss mit Maßnahmen der Weiterbildung in einem dual organisierten System verzahnt und verflochten werden. Es müssen darüber hinaus Anreize geschaffen werden, um die Attraktivität beruflicher Weiterbildung zu fördern.

Lebensbegleitendes Lernen als Daueraufgabe

Die Zukunft ist nur dort auf Dauer zu gewinnen, wo die Bereitschaft zu lebensbegleitendem Lernen besteht und auch gefördert wird. Deshalb muss nach Auffassung des dbb allen Menschen der Weg zum lebensbegleitenden Lernen leichter gemacht werden. Dies verlangt eine Infrastruktur, in der alle klassischen Bildungsträger, Schulen, Hochschulen und Weiterbildungseinrichtungen, kontinuierliche Angebote zur Fort- und Weiterbildung machen und dabei zusammenwirken. Das setzt voraus, dass Arbeitgeber und Dienstherren ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht nur die notwendigen Mittel und Freistellungen für Fort- und Weiterbildung einräumen, sondern auch dazu verpflichtet werden, die Mitarbeiter zur Annahme von Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten zu motivieren.

Die Themen lebenslanges Lernen, persönliche und berufliche Weiterentwicklung sowie neue berufliche Herausforderungen spielen eine zunehmende Rolle. Auch im Hinblick auf das Halten der Fachkräfte im Beruf gewinnt dieser Aspekt immer mehr an Bedeutung.

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